Training mit Trollen und Lebertran – Darum hat Island so gute Fußballer

Liegt’s am Lebertran, am Gammel-Hai oder den heißen Bäder an eisiger Luft? Die Welt rätselt, warum das kleine Island so viele tolle Fußballer hervorbringt. Die EM-Neulinge haben sich in die Herzen der Zuschauer gespielt, und dort werden sie bleiben, auch nach dem Ausscheiden gegen Frankreich.

Bei einer Rundreise durch das atemberaubende Land am Rande des Globus  wird  klar: Die ganze Insel ist ein einziges Trainingslager. Die Launen der Natur und gelebte Traditionen verlangen  den Menschen so  viel ab, da  können quasi nur konditionsstarke Naturburschen  mit viel Gemeinschaftssinn  herauskommen.

 

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Spielwiese für Naturburschen: Gletscher, Lavafelder und Vulkane

 

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Wasserfälle
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Krater

 

Die Erde brodelt…

 

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…zischt und dampft.

 

Auch heute noch arbeiten viele Menschen im  Fischfang oder in der Landwirtschaft. Vulkane, Gletscher, Wasserfälle, der Boden zischt und brodelt  – wo die Erde auf einem so kleinen Fleckchen mit so vielen Effekten aufwartet, muss auch aus den Menschen Besonderes herauszuholen sein.

Das wechselhafte Wetter trainiert die Flexibilität, die Jahreszeiten mit hellen Nächten und dunklen Tagen bewahren den  Biorhythmus vor Routine.

 

Island Anfang Juli gegen Mitternacht.
Hell genug für Trainingseinheiten rund um die Uhr: Island Anfang Juli gegen Mitternacht.

 

Das Leben in der ständigen Erwartung vor der nächsten Offensive der Natur  (der Vulkan „Hekla“ gilt seit Jahren als überfällig!)  hat das alte Sprichwort petta reddast (sinngemäß „Das wird schon schiefgehen“)  zum Lebensmotto der Isländer gemacht. Und: Traditionsgerichte wie gekochter Schafskopf mit Augen  oder Schnaps mit dem Beinamen „schwarzer Tod“ sind mit Sicherheit auch nichts für Weicheier.

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Viel frisches Fleisch: Mehrere hunderttausend freilaufende Schafe grasen auf der Insel.

 

Und selbst die Autos demonstrieren Stärke.

 

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Stark: Viele Fahrzeuge auf Islands Straßen machen mächtig was her.

 

Kurzum: Island ist ein Land voller Gegensätze, die Körper und Charakter stärken. Und welchen Trainingseffekt  der Glaube an Trolle und Elfen hat, bleibt wohl aus taktischen Gründen Geheimnis der Wikinger.

 

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Allgegenwärtig: Trolle. Der Einfluss auf die mentale Stärke ist umstritten.

Eine Reaktion auf “Training mit Trollen und Lebertran – Darum hat Island so gute Fußballer”

  1. Wener Lorenzen-Pranger

    „Gammelhai“? Was soll das sein? „Gammel“ heißt nicht, wie hier wohl suggeriert wird, vergammelt, sonder schlicht „alt“ – ich kenne niemanden in ganz Skandiavien, der alten Hai ißt – um genau zu sein, kein Mensch dort ißt überhaupt einen Hai.
    „Skål for gamle Danmark“ heißt zum Beispiel nichts weiter als, „ein Prosit auf das alte Dänemark“.

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